17.06.2026 – B4 Brand Landwirtschaftliches Gebäude
Datum: 17. Juni 2026 um 1:34 Uhr
Alarmierungsart: Große Schleife
Einsatzart: Brand
Einsatzort: Oberriexingen
Fahrzeuge: HLF20, MTW, MZF, TLF 8
Weitere Kräfte: Bezirksbrandmeister, FF-Bietigheim, FF-Bissingen, FF-Enzweihingen, FF-Horrheim, FF-Kleinglattbach, FF-Ludwigsburg, FF-Markröningen, FF-Remseck, FF-Sachsenheim, FF-Sersheim, FF-Vaihingen, FF-Wahlheim, Kreisbrandmeister, Polizei, Rettungsdienst
Einsatzbericht:
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde die Freiwillige Feuerwehr Oberriexingen zu einem gemeldeten Brand mit vermisster Person auf einem landwirtschaftlichen Anwesen im Stadtgebiet alarmiert.
Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte zeigte sich ein ausgedehnter Brand, der mehrere Hallen sowie eine Stallung erfasst hatte. Aufgrund des Schadensausmaßes und der Brandausbreitung wurde die Alarmstufe auf „Brand 5“ erhöht und weitere Einsatzkräfte sowie Spezialkräfte nachalarmiert.
Um ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Wohngebäude zu verhindern, wurde umgehend eine umfangreiche Riegelstellung aufgebaut. Parallel dazu leiteten die Einsatzkräfte die Suche nach der zunächst als vermisst gemeldeten Person ein. Im weiteren Verlauf konnte glücklicherweise festgestellt werden, dass sich keine Personen mehr auf dem Anwesen befanden.
Für die Tiere im Stall kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Tiere verendeten infolge des Brandereignisses in der betroffenen Stallung.
Während der Löscharbeiten kam es aufgrund der starken Brandeinwirkung nach und nach zum Einsturz mehrerer Gebäudeteile. Zur Kontrolle möglicher Brandnester und zur Verhinderung einer Brandausbreitung wurde zudem ein Teil des Daches eines angrenzenden Wohngebäudes geöffnet und abgedeckt.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden im Umfeld der Einsatzstelle fortlaufend Schadstoffmessungen durchgeführt. Zusätzlich wurde die Bevölkerung vorsorglich über die Warn-App NINA informiert. Die Messergebnisse zeigten im gesamten Einsatzverlauf keine gesundheitsgefährdenden Schadstoffkonzentrationen. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit.
Die Wasserversorgung stellte die Feuerwehr über vier Wasserbehälter sowie eine Wasserentnahme aus dem nahegelegenen Karpfenteich und dem Industriegebiet Erkerstal sicher. Das Löschwasser wurde über mehrere B-Leitungen zur Einsatzstelle gefördert.
Zur Unterstützung der Einsatzmaßnahmen war ein Bagger des Abbruchunternehmens Karl Stein und ein Bagger des Garten- und Landschaftsbauunternehmens Gutscher vor Ort, welche die Nachlöscharbeiten, den Abbruch der Hallen sowie das Freilegen von Glutnestern ermöglichten. Darüber hinaus wurden mithilfe hofeigener Maschinen ein Hackschnitzelhaufen sowie ein Heuhaufen auseinandergezogen und gezielt abgelöscht, um versteckte Glutnester zu beseitigen und eine weitere Brandausbreitung zu verhindern.
Ebenfalls im Einsatz waren der Kreisbrandmeister, der Bezirksbrandmeister, die Untere Wasserbehörde, die Tierkörperbeseitigung sowie ein Fachberater Chemie.
Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die späten Abendstunden hin. Auch an den darauffolgenden Tagen war die Feuerwehr wiederholt vor Ort, um verbliebene Glutnester abzulöschen und die Brandstelle zu kontrollieren.
Die Feuerwehr Oberriexingen bedankt sich bei allen beteiligten Feuerwehren, dem Deutschen Roten Kreuz, der Polizei sowie allen weiteren Organisationen und Unternehmen für die hervorragende Zusammenarbeit und Unterstützung während des Einsatzes.
Ein besonderer Dank gilt den örtlichen Betrieben, die für die Verpflegung und Versorgung der Einsatzkräfte gesorgt haben: der Metzgerei Langhans, der Bäckerei Laier sowie Getränke Rühle.



